DJK Augsburg-Lechhausen 1920 e.V.

Abteilung Tischtennis

Vorwort

In mühevoller Kleinarbeit hat sich unser langjähriges Mitglied Horst Köhler darangemacht, eine chronologische Aufstellung über die Anfänge der Tischtennisabteilung der DJK Lechhausen bis hin zum heutigen Tage zu erstellen. Das Ergebnis dieser Arbeit kann sich mehr als sehen lassen und gewährt einen Einblick in das Innenleben unserer Truppe und wie es sich entwickelt hat.

An dieser Stelle vielen Dank für die viele Arbeit!

 

Die Tischtennisabteilung von DJK Lechhausen:

Versuch einer Chronik

von Horst Köhler, Friedberg

 

Einleitung

Betritt man als Fremder an einem Montag- oder Donnerstagabend die Turnhalle der Lechhauser Schillerschule in der Schackstraße, würde man sich wundern: Ausrufe wie „Hör’ doch auf!“, „Du kannst’s doch nicht!“, „Du Depp Du!“, „Du Rindvieh!“ oder „Blöder Hund!“ schallen gelegentlich quer durch die Halle über die dort aufgestellten Tischtennisplatten. Hier trainiert und spielt schon seit vielen Jahren die Tischtennisabteilung von DJK Lechhausen. Sie ist einer von rund 1.600 Mitgliedsvereinen des Bayerischen Tischtennisverbandes mit zurzeit 65.000 im Spielbetrieb befindlichen aktiven Mitgliedern (Stand: Juli 2009). Der Besucher ist aber nicht etwa Zeuge einer lauthalsen Beschimpfung der Trainingspartner, sondern vielmehr einer mehr oder weniger ernst gemeinten kritischen Selbsteinschätzung.

Die Abteilungsgründung


Bild 1: Auf diesem historischen Foto aus dem Jahr 1960 stellen sich die Abteilungsgründer und die Spieler der damaligen 1. Mannschaft als „Männer der ersten Stunde“ dem unbekannten Fotografen. Ganz links Rudolf Pfeiler, viele Jahre bei DJK Lechhausen die Nummer Eins. Nach einem Jahr Pause aufgrund eines folgenschweren Unglücks spielte er ab Ende 1983 mit seinem gefürchteten Angriffspiel noch einige Zeit als Erfolgsgarant in der 2. Mannschaft und hat insgesamt weit über 500 Spiele absolviert. Dritter von rechts: Rudolf Menacher, unser früherer langjähriger Tischtennis-„Abteilungschef“.

 

Die Tischtennisabteilung ist wesentlich jünger als der bereits im Jahr 1920 gegründete Hauptverein DJK Lechhausen. Sehr wahrscheinlich wurde sie im Herbst 1957 ins Leben gerufen, hätte also im Jahr 2007 ihr 50-jähriges Bestehen begehen können. Zu den allerersten Mitgliedern der damals neuen Lechhauser Tischtennisgruppe gehörte unter anderem Rudolf Menacher, der dem Verein als 22-Jähriger im Oktober 1958 beitrat. Nur wenig später wurde er ihr engagierter Abteilungsleiter und blieb dies in ununterbrochener Folge bis 1992, also über drei Jahrzehnte lang. Ihm folgten in diesem Amt zunächst Brigitte Teufel (1992-1995) und ab 1995 Peter Sailer.


Bild 2: Die 2. Tischtennis-Herrenmannschaft in einer Aufnahme ebenfalls aus dem Jahr 1960. Wie Bild 1 wurde es in der Goethe-Schule aufgenommen; die Zuordnung Personen und Namen verdanken wir unserem früheren Mitglied Hans Burkhardt. Keiner der auf den beiden Fotos gezeigten Personen spielt heute noch Tischtennis im Verein, mehrere sind leider verstorben.

Spiellokale

Nach der offiziellen Gründung der Tischtennisabteilung trainierte und spielte man zuerst im Pausenhof der Lechhauser Goetheschule, dann in deren Turnhalle. Erst mit der Fertigstellung der Schillerschule (um 1968) fand die DJK-Tischtennistruppe ihr endgültiges und derzeitiges Zuhause (Bild 3).


Bild 3: Ein Bild aus dem Jahr 2009: Spielbetrieb der Tischtennis-Abteilung von DJK Lechhausen in der Turnhalle der Schillerschule, die erst vor etlichen Jahren einen rutschfesten Bodenbelag erhielt. Es können sechs Tischtennis-Tische aufgestellt werden, an denen 12 Einzelspieler oder 24 Doppelspieler gleichzeitig trainieren könnten. Foto vom Autor.

 

Doch das Hauptproblem war, dass der städtische Hausmeister die Turnhalle am späten Abend kehren wollte und die um diese Zeit oft noch andauernden Punktspielbegegnungen rigoros beendete. So konnte zwar in der Halle trainiert werden, doch die Punktspiele mussten vorübergehend an anderer Stelle ausgetragen werden. Am Anfang war dies die Turnhalle des Holbein-Gymnasiums an der Hallstraße im Stadtzentrum, danach ab etwa 1970 der Nebenraum unseres damaligen Stammlokals „Drei Linden“ in Lechhausen. Dort waren uns Spielern oft genug die Deckenstützsäule und die Bühne mit aufgebauten Musikinstrumenten der dort probenden Band  im Weg (lediglich Reinhold Angeli, Ex-Bandmitglied und „gelernter“ Schlagzeuger, nutzte dies ab und zu für ein Schlagzeug-Solo); die beiden Tischtennisplatten, für mehr war kein Platz, mussten jedes Mal aus einer Garage über den Hof in den Nebenraum und nach dem Spiel wieder zurückgetragen werden.

Ab etwa 1980/81 war unser Punktspiel-Domizil ein für unsere Zwecke ebenfalls äußerst ungünstiger Raum in der Lechhauser Kantstraße 4. Dort gab es nämlich keine vernünftige Umkleidemöglichkeit, geschweige denn eine Toilette oder gar eine Dusche. Doch ein Gutes hatte das „Spiellokal“ Kantstraße wenigstens: es konnte auch in den Ferien trainiert werden. Erst nachdem der zu uns Tischtennisspielern recht unfreundliche Hausmeister der Schillerschule von seinem Nachfolger abgelöst wurde, hatten wir die Schulturnhalle bis zum späten Abend für uns allein. Seitdem findet dort sowohl das Training als auch die Punktspiele statt, wobei wir viele Jahre lang für unsere Donnerstag-Heimspiele auch die kleine obere Turnhalle mitbenutzten.

Zu den ältesten heute noch am regelmäßigen Spielbetrieb teilnehmenden Mitgliedern zählt vor allem Reinhold Angeli, der dem Verein bereits im September 1960 als knapp 16-Jähriger beitrat. Er spielte anfangs noch in der Jugend-Mannschaft, dann vorübergehend in der zweiten Mannschaft und schließlich viele Jahre in der „Ersten“. Er war mehrfacher Vereinsmeister und auch Diözesanmeister. Im Dezember 1966 kam (von TSG) Harro Hoff und ein Jahr später ich selbst. Jeder von uns drei Tischtennis-Senioren ist heute über 65 Jahre alt, mehrere Jahrzehnte lang Mitglied im Verein und alle drei spielen wir aktiv in der zweiten Herrenmannschaft. Dort zeigen wir es manchmal (zugegeben: nicht immer !) mit unserer über 45-jährigen Tischtenniserfahrung anderen erheblich jüngeren Spielern, wie „es geht“.

Nachtrag: Horst Köhler beendete seine aktive Laufbahn zum Ende der Saison 2011/2012 und trainert seitdem "nur" noch fleißig mit, Reinhold Angeli stieg aus gesundheitlichen Gründen zum Ende der Saison 2013/2014 aus dem aktiven Mannschaftssport aus.

 

Bild 4: Warten auf den Einsatz bei den Diözesanmeisterschaften 1970 in Langweid. Von vorne rechts: Rainer Göbel, Peter Sailer, Rudolf Pfeiler und Reinhold Angeli (mit Schnurrbart).

 

Weniger gefragt als früher ist heute die Begeisterung zur Teilnahme an Turnieren über die normalen  Punktspiele hinaus (Bild 4). Ausgeschriebene Turniere, wie Stadt-, Kreis- und Diözesanmeisterschaften, ja sogar DJK-Bundessportfeste (wie zum Beispiel die in Memmingen, 1983, und Ingolstadt, 1985), wurden früher von vielen Mitgliedern gerne angenommen. So waren beispielsweise Kurt Woywod mit Harro Hoff bzw. Rudolf Menacher mit mir bei den damaligen Kreis- bzw. Diözesanmeisterschaften gefürchtete Doppel, deren Erfolge sich sehen lassen konnten. Auch andere unserer Spieler erreichten vordere Platzierungen, vor allem bei den Einzeln. Heute erinnern uns nur noch Stöße von Siegerurkunden an diese vergangenen Zeiten – sofern wir sie nicht bereits weggeworfen haben.

 Heute ist einfach die allgemeine Tischtennisbegeisterung nicht mehr so groß als noch vor 20 oder 30 Jahren. Für die jüngeren Spieler gibt es offensichtlich genügend attraktivere Freizeitbeschäftigungen. Früher war die Turnhalle regelmäßig sehr gut belegt; verspätete man sich beim Training, musste man oft über eine halbe Stunde warten, bis eine Platte frei wurde. Heute gibt es solche Wartezeiten nicht mehr, was auch mit den leicht rückläufigen Mitgliedszahlen der Tischtennis-Abteilung zusammenhängt: in der Spielsaison 2000/01, also vor noch gar nicht so langer Zeit, standen 32 männliche Spieler (davon 6 Jugendliche) und fünf Damen auf der Vereins-Spielberechtigungsliste, also insgesamt 37 Personen. In der Saison 1995/96 waren es sogar 49, davon 27 aktive Herren. Dagegen haben wir heute (2009) gerade genügend Spieler für unsere drei für den Spielbetrieb gemeldeten Herren-Mannschaften. Übrigens spielen in der „Dritten“ mit Rebecca und Janine zurzeit auch zwei Damen mit.

 Eine Jugendmannschaft gibt es bei DJK Lechhausen-Tischtennis seit etwa 2007/08 nicht mehr; die Jugendlichen trainieren mit den Erwachsenen. An Versuchen zum Aufbau einer spielstarken Jugendmannschaft hat es zwar bei uns nie gefehlt, aber immer wieder mussten Abteilung und vor allem die jeweiligen Jugendtrainer und Fahrer (zu den Auswärtsspielen) die leidvolle Erfahrung machen, dass Kinder und Jugendliche nach Erreichen eines bestimmten Alters die Lust am Tischtennis verlieren, durch Schule und Ausbildung oder den Freund/die Freundin keine Zeit mehr dafür haben (warum ging das aber früher ?) oder, wenn auch nur in Einzelfällen, zu höherklassig spielenden Vereinen abwandern. Schade dann um die investierte Mühe und Zeit.

Einiges über frühere sportliche Ergebnisse

 Über die sportlichen Erfolge unserer „Vorgänger“ in den 60er- und 70er-Jahren gibt es, wie es aussieht, keine Aufzeichnungen. Der Trainingsfleiß war aber enorm. So reiste das Mit-Gründungsmitglied Walter Stübling, ein enger Freund von Rudolf Menacher, noch nach seinem Umzug nach Bad Aibling zu vielen Punktspielen an. Als er dann schließlich seinen Tischtennisschläger an den berühmten Nagel hängte, war es ihm nicht zu viel, ab und zu noch am Abend eine Spritztour Bad Aibling-Lechhausen-Bad Aibling zu unternehmen, nur um mit uns nach dem Training oder nach einem Punktspiel noch ein Bier trinken zu können. Das nennt man wahre Vereinstreue! Noch ein Beispiel für Trainingsbegeisterung: unser früheres Mitglied Ferenc Anisits, ein Kollege von Harro und mir bei MAN Diesel, wohnte in Gessertshausen und erreichte, dass wir in der Turnhalle der dortigen neu gebauten Grundschule eine Tischtennisplatte aufstellen durften. Regelmäßig trainierte er dort zusammen mit Reinhold Angeli, Harro Hoff und mir.

 Die DJK-„Tischtenniszeit“ zwischen Ende 1982 und Mitte 1989 ist durch die von Rudolf Menacher mit viel Liebe herausgegebenen und gestalteten „TT-Mitteilungen“ bestens dokumentiert (wegen des ständigen Mangels an aktuellen Beiträgen stellte er das „Blatt“ allerdings nach knapp sieben Jahren etwas enttäuscht wieder ein).

 Stellvertretend sollen hier einige Spielernamen und Erfolge für das Saisonende 1985/86 angeführt werden. Die 1. Herrenmannschaft wurde im Frühjahr 1986 Tabellenerster der Kreisliga 1 und stieg damit in die Schwabenliga 3 auf, musste aber bereits ein Jahr später wieder in die Kreisklasse zurück. Bester Einzelspieler war seinerzeit Reinhold Angeli mit einer stolzen Bilanz von 13:1 im vorderen Paarkreuz. Der sofortige Wiederaufstieg der „Ersten“ klappte zwar nicht, doch Ende der Saison 1987/88 stieg die Mannschaft dann wieder in die Schwabenliga 3 auf.

 Ende der Spielzeit 1987/88 wurde unsere damals sehr starke 2. Herrenmannschaft mit 23:9 Punkten hinter DJK Nord 1 Tabellenzweiter in der Kreisliga 2 und stieg damit in die Herren-Kreisliga 1 auf, die höchste Liga, der diese Mannschaft je angehörte. Die 3. Mannschaft der Herren trat in der Kreisliga 3 an und belegte dort den 6. Platz von neun Teams. Beste Spieler waren hier Rudl Menacher in der Mitte (mit einer Bilanz von 15:7) und Rüdiger Bachmann (mit 12:0) - er war später etliche Jahre lang Stammspieler in der "Ersten" -  im hinteren Paarkreuz.

 Unsere Damen spielten zu dieser Zeit in der Schwabenliga 3 und belegten regelmäßig gute Mittelplätze. Zwei Jahre später, Ende der Spielsaison 1988/89, feierten sie mit Brigitte Teufel, Eleonore („Lollo“) Gabriel, Karolin Berchtold, Johanna Findler und Ilona Leier ihren wohl größten Erfolg: mit 38:2 Punkten wurden sie Meister der Damen-Schwabenliga 3 und spielten nun sogar in der Schwabenliga 2. Heute ist bis auf Brigitte, sie spielt bei Bobingen, keine dieser Damen mehr aktiv; „Lollo“ verstarb viel zu früh und völlig überraschend nach einer ärztlichen Routineuntersuchung (Darmspiegelung). Viele Tischtennisfreunde, auch solche von anderen Tischtennisvereinen, nahmen kurz vor Weihnachten 2005 betroffen an ihrer Beerdigung auf dem alten Lechhauser Friedhof teil.

 Dass es bei DJK Lechhausen bereits sehr viel früher ebenfalls eine aktive Damenmannschaft gab, beweist Bild 5. Die damals 25-jährige Johanna („Hanni“) Findler (geb. Hauser) erzählte mir, dass sie dem Verein auf Betreiben von Walter Stübling im Oktober 1962 beitrat, nur wenige Wochen nach dem Beitritt ihrer späteren Freundin Eleonore Gabriel. Diese beiden, Lollo und Hanni, bildeten quasi über Jahrzehnte hinweg das Herz der DJK-Damenmannschaft, während die übrigen Spielerinnen relativ häufig wechselten. 2008 musste Hanni aufgrund von Rückenproblemen ihre 46-jährige (!) aktive Spielerinnen-Laufbahn beenden.

 

Bild 5: Unsere Damenmannschaft im Jahr 1970, vermutlich aufgenommen bei einer Punktspielbegegnung in der Turnhalle des heutigen Holbein-Gymnasiums in der Hallstraße. Von rechts nach links: Rita Pfeiler-Maugg (†), Johanna Findler, Helene Pfeiler-Bitzl und Hanni Nehmer. Auf dem Bild fehlt Eleonore Gabriel (†). Bei Rita und Helene Pfeiler handelt es sich um die Schwestern von Rudolf Pfeiler.

 

Da man Namen erfahrungsgemäß allzu schnell vergisst, hier die vollständige offizielle Vereins-Rangliste der Herren aus der Tischtennis-Saison 1985/86:

  1. Reinhold Angeli
  2. Rainer Göbel
  3. Helmut Härle
  4. Richard Geier
  5. Harro Hoff
  6. Norbert Rothas
  7. Kurt Woywod
  8. Peter Sailer
  9. Horst Köhler
  10. Hans Burkhardt
  11. Rudolf Pfeiler (†)
  12. Werner Kulms
  13. Adolf Schimmer (†)
  14. Karlheinz Abstreiter
  15. Wolfgang Abstreiter
  16. Rudolf Menacher (†)
  17. Peter Frey
  18. Hermann Greiner
  19. Schiffelholz
  20. Dieter Kolb
  21. Christian Walk
  22. Manfred Cerny

Nur noch sechs dieser 22 Spieler, interessanterweise alle aus den ersten neun Positionen, sind heute (2009) noch bei DJK Lechhausen aktiv.

Unsere seit 1990 verstorbenen aktiven Spieler/innen

Name Vereinsbeitritt geboren verstorben

Adi Schimmer

1972

6.7.1938

30.5.1991

Rudolf Pfeiler

1970

21.2.1934

Datum folgt

Eleonore Gabriel

1962

21.5.1938

10.12.2005

Rudolf Menacher

1958

23.3.1936

26.2.2007

 

Stand heute: Verstärkungen erwünscht

Ab 1992 spielte die 2. Herrenmannschaft mehrere Jahre lang in der Kreisliga 2 und die erste in der Kreisliga 1. Doch durch die Abgabe der stärksten Spieler der 2. Mannschaft, Wolfgang Kemmer und Harald Schiesser, an die erste in den frühen 2000er-Jahren, wurde unser 2. Herrenteam empfindlich geschwächt, zumal auch die bewährten Routiniers Kurt Woywod und Rudl Menacher ihre Spielerkarrieren aus Gesundheitsgründen beendeten und einige andere Spieler den Verein aus unterschiedlichen Gründen verließen. Als damaliger langjähriger Mannschaftsführer musste ich mich bei den gegnerischen Teams oft genug dafür entschuldigen, dass wir nur zu Fünft oder gar nur zu Viert antraten. Die Folge waren Abstiege der 2. Mannschaft aus der Kreisliga 2 in die Kreisliga 3 und danach sogar auch noch in die Kreisliga 4. Mittlerweile spielt die „Zweite“, verstärkt durch Routinier Reinhold Angeli und dem Aufschlagspezialisten Michael Saugspier (Bild 6), wieder in der Kreisliga 3. Sie zählt dort mit zu den besseren Mannschaften und hätte nach Abschluss der Saison 2008/09 sogar fast den Aufstieg in die Kreisliga 2 geschafft: doch ohne Verstärkung wären dann mit Sicherheit nur Punktelieferanten für die anderen Teams geworden.

djkchronik6_kleiner
Bild 6: Beim Doppelspiel: rechts Michael Saugspier, einer unserer jüngeren Spieler und noch nicht sehr lange Vereinsmitglied, und Reinhold Angeli, der der Tischtennisabteilung schon nahezu seit 50 Jahren angehört. Links hinten Thomas Kutschera, verlässlicher Punktesammler in der 1. Mannschaft. Foto aus 2009 von Horst Köhler.

 

Die 1. Mannschaft ist, wie schon erwähnt, seit vielen Jahren in der Kreisliga 1 zuhause, belegt dort regelmäßig gute Mittelplätze und stellt auch jeweils den Vereinsmeister, während unser 3. Herrenteam zurzeit versucht, sich in der untersten Liga, der Kreisklasse 4, zu etablieren; einige Spieler der „Dritten“ zählen jedenfalls, das gilt es festzuhalten, zu unseren derzeit trainingsfleißigsten Mitgliedern.

Unsere Tischtennis-Vereinsmeister seit 2001 (in Klammern die jeweiligen Vizemeister) …

Jahr
Name
2001
Rainer Göbel (2. Thomas Kutschera)
2002
Thomas Kutschera (2. Rainer Göbel)
2003
Richard Geier (2. Rainer Göbel)
2004
Harald Schiesser (2. Thomas Kutschera)
2005
Harald Schiesser (2. Rainer Göbel)
2006
Stefan Wantscher (2. Rainer Göbel)
2007
Harald Schiesser (2. Thomas Kutschera)
2008
Thomas Kutschera (Vizemeister unbekannt)
2009
Harald Schiesser (2. Thomas Kutschera)
2010
Thomas Kutschera (2. Harald Schiesser)
2011
Rainer Göbel (2. Thomas Geislinger)
2012
Harald Schiesser (2. Thomas Kutschera)
2013
Harald Schiesser (2. Dieter Priegl)
2014
Dieter Priegl (2. Harald Schiesser)
2015
Rainer Göbel (2. Dieter Priegl)
2016 Thomas Geislinger (2. Dieter Priegl)
2017 Harald Schießer (2. Rainer Göbel)
2018 ausgefallen

… und unsere Doppel-Vereinsmeister der letzten Jahre(sie wurden nicht jedes Jahr ermittelt):

Jahr 1. Platz 2. Platz
2004 Hanni Findler/Richard Geier Horst Köhler/Benedikt Sailer
2005 Lollo Gabriel/Rainer Göbel Horst Köhler/Peter Exposito
2008 Horst Köhler/Markus Schimpel Peter Sailer/Michael Keller
2009 Rainer Göbel/Markus Schimpel Reinhold Angeli/Michael Saugspier
2012 Thomas Kutschera/Franz Mayr Dieter Priegl/Bastian Golling
2013 Dieter Priegl/Peter Sailer Thomas Kutschera/Korbinian Ruider (Gastspieler)
2014 Harald Schießer/Peter Sailer Bastian Golling/Horst Köhler
2015 Dieter Priegl/Peter Sailer Rainer Göbel/Richard Dünisch
2016 Thomas Geislinger/Michael Keller Harald Schießer/Horst Köhler
2017 Verwirrung im Austragungsmodus ;)  

Heute könnten wir Verstärkungen durch neue Spieler und Spielerinnen sehr gut gebrauchen, denn in den kommenden Jahren dürften einige unserer älteren Mitglieder aus Altersgründen mit dem Tischtennissport aufhören. Vielleicht fühlt sich die eine oder andere Tischtennis-Spielerin oder der eine oder andere Tischtennisfreund durch diese Chronik angesprochen und kommt gelegentlich an unseren Spielabenden Montag bzw. Donnerstag zu einem Testtraining in der Schillerschule vorbei? Jede bzw. jeder ist jedenfalls herzlich dazu eingeladen! Es wäre sehr zu begrüßen, wenn künftig bei DJK Lechhausen wieder eigene Damen- und Jugendmannschaften am Tischtennis-Spielbetrieb teilnehmen könnten.

Wir spielen nicht nur Tischtennis

Der Tischtennissport ist natürlich unser hauptsächlichstes Bindeglied, doch es gibt noch andere Aktivitäten außerhalb der Trainings- und Punktspielabende. So finden jedes Jahr nach Abschluss der Punktspiele Vereinsmeisterschaften und gelegentlich auch Doppelmeisterschaften statt, oft eine spannende, interessante und mitunter auch lustige Angelegenheit. Unvergesslich für alle Teilnehmer sind die zwischen 1982 und 1988 von Rainer Göbel und seiner Schwester Gabi organisierten jährlichen Wochenendausflüge in der FCA-Skihütte auf dem Oberjoch, verbunden jeweils mit einer mehr oder weniger anstrengenden Bergwanderung am Samstag (Bild 7 und 8). Frisbee-Spiele, Hochmoorwanderungen oder ein Besuch im gleich neben der Hütte gelegenen Moorbad sorgten für Kurzweil. Im Juli 1983 waren wir 27 Teilnehmer (Bild 9 und 10). Ziel der Wanderung war damals die Hanauer Hütte. 1984 ging es zum Schrecksee und entlang des Jubiläumsweges weiter in Richtung Willers Alpe. Wegen des noch schneebedeckten Wanderweges musste die Tour allerdings abgebrochen werden. Im Jahr 1985 führte uns Harro Hoff über das Füssener Jöchle bis zum Gipfel des Schartschrofen. Zehn Personen aus der Wandergruppe wagten mit Brustgurt und Haken nach Einweisung durch Harro eine Kletterei über die Judenscharte zur Roten Flüh (Bild 11).


Bild 7: Da tut Gipfelrast in der Region Geisalpsee nach beschwerlichem Aufstieg bei strahlendem Wetter gut; eine Aufnahme aus dem Jahr 1986. Stehend rechts Rudolf Menacher mit Seppl-Hut, links Reinhold Angeli mit Schlapphut. Foto vermutlich von Harro Hoff.

 


Bild 8: Wo sind eigentlich hier die Tischtennisdamen? Ende Juni 1987 ging es während eines Oberjoch-Wochenendes vom kleinen Weiler Boden (1357 m) aus wieder einmal zur Hanauer Hütte, auf 1922 m Höhe gelegen. Vorn mit Sonnenbrille die beiden Brüder Walter und Hans Burkhardt, in der Mitte Wanderführer und Ex-Tischtennistrainer Franz Galler (links) und Rudolf Menacher (rechts). Hinten: Rainer Göbel und Kurt Woywod (jeweils von links). Der Fotograf dieser Aufnahme ist nicht mehr zu ermitteln.

 


Bild 9: Eng ging es zu vor und vor allem in der FCA-Hütte bei so vielen Wochenendteilnehmern im Juni 1983. Viele verbrachten die Nacht nach dem Essen entweder beim Dauerschafkopf, bei großen Reden oder noch größeren Gesängen, so dass es eigentlich wenig Sinn machte, vor 5 Uhr morgens ins Bett zu gehen.

 


Bild 10: Rudolf Pfeiler am Grill vor der FCA-Hütte. Wie viele Getränke damals an einem Wochenende konsumiert wurden und aus was Kurt Woywod die zahllosen Goißn-Maßen zusammenmischte nachdem einige „Zutaten“ dafür ausgegangen waren, sei der Nachwelt lieber verschwiegen …

 


Bild 11: Mit Seil und Haken und eingewiesen von Harro Hoff ging es von Grähn aus auf den Friedberger Klettersteig am Schartschrofen. „Nur für Geübte“ stand zwar auf einem Hinweisschild, doch zumindest für den Chronisten (unten links) war es ein eindrucksvolles Ersterlebnis. Von links nach oben: Horst Köhler, Rudolf Menacher, Wolfgang Abstreiter, Franz Galler und Karlheinz Abstreiter. Foto von Harro Hoff, dessen bergerprobte Frau Eveline und Tochter Kristina ebenfalls mit von der Partie waren.

 

Nachdem schon am ersten Juliwochenende 1988 weit weniger Tischtennismitglieder am gemeinsamen Wochenende auf der FCA-Hütte als in den Jahren zuvor teilgenommen hatten, kam es danach leider zu keinen weiteren Ausflügen ins Oberjochgebiet mehr.

Dieses Jahr (2009) verbrachte die „Erste“ und Michael Saugspier von der 2. Mannschaft ein gemeinsames Wochenende in Rainers Wohnung in Oberreute; die geplante mehrstündige Bergtour konnte allerdings wegen des schlechten Wetters nicht stattfinden. Dem Vernehmen nach war so manch einer darüber gar nicht allzu traurig…

Nicht minder beliebt waren die gemeinsamen Radlausflüge in die nähere und weitere Umgebung von Augsburg unter dem Motto „Tischtennisspieler stiegen aufs Rad“, wobei Rainer Göbel meist voraus „einsame Spitze“ fuhr. Unterwegs wurde so manche „Bergwertung“ herausgefahren, woran ich mich trotz meines alten Dreigang-Fahrrades aus den 60er-Jahren, von dem noch dazu ein Gang nicht mehr funktionierte, immer gerne beteiligte.

Ende Mai 1984 ging es beispielsweise nach Andechs. Drei konditionsstarke Teilnehmer fuhren sogar per Rad wieder nach Augsburg zurück, doch die anderen bevorzugten die Bahn und erholten sich dabei beim Kartenspiel und einem kühlen Getränk. Reinhold Angeli konnte die Zugrückfahrt allerdings nicht so recht genießen, da er sein Fahrrad im Fahrradwaggon nicht aus den Augen lassen wollte.

Im Jahr darauf, am 18. Mai 1985, war Kaltenberg das Ziel des Fahrradausfluges; immerhin 18 Personen nahmen daran teil. Am 24. Mai 1986 ging es dann nach Dinkelscherben. Mit zunehmendem Alter der Teilnehmer wurden die Tourenstrecken allerdings etwas kürzer: so waren zum Beispiel Weyhern bei Odelzhausen, der Lochbachanstich, Schloss Pichl (Bild 12), Blumenthal oder Welden (mit Start und Ziel in Zusmarshausen) unsere Ziele. Oft machten früher bei diesen Radlausflügen so viele Tischtennismitglieder und deren Ehepartner, Arbeitskollegen, Freunde und Kinder mit, dass unterwegs sogar Fußballspiele auf einer Wiese ausgetragen werden konnten (Bild 13). Doch irgendwann waren diese Fahrradausflüge zu anstrengend oder zu nass oder zu heiß, oder es gab Terminprobleme, so dass sie eingestellt werden mussten. So sieht man seit einigen Jahren allenfalls noch Rainer Göbel alleine im Umland von Augsburg seine Runden ziehen.


Bild 12: Gruppenaufnahme der Teilnehmer einer Fahrradtour in die nördliche Umgebung Augsburgs. Sitzend von links Horst Köhler, Brigitte Teufel, Rainer Göbel, Hermann Greiner, Jürgen Linder und Karoline Berchtold. Dahinter Elfriede Linder, Rudolf Menacher (mit weißer Kappe) und Fritz Berchtold (von der TSG). Vorn die beiden Söhne Benedikt und Lorenz von Peter Sailer, von dem auch das Foto stammt.

 


Bild 13: Gruppenbild vom gemeinsamen Fahrradausflug nach Welden, der wohl die letzte DJK-Tour dieser Art war. Immerhin nahmen dabei, den Fotografen Peter Sailer mitgerechnet, 26 Personen teil. Das nicht zu übersehende, etwas fortgeschrittene Alter der Akteure machte sich dadurch bemerkbar, dass sich das „Fahrerfeld“ über fast 10 km in die Länge zog. Dieses Foto hing eingerahmt eine Zeitlang in der Gaststube unseres jetzigen Stammlokals „Linderhof“.

 

In kleinen Gruppen ging es gelegentlich mit dem Auto auch zu entfernten Zielen im Ausland. 1990 fuhren Karoline Berchtold, Eleonore Gabriel mit Rudl Menacher, Kurt Woywod mit unserem früheren langjährigen Trainer Franz Galler von der TSG zu einer Tischtennis-Sportfahrt nach Ungarn (Bild 14). Vermittelt von Thomas Kutschera folgte ein Jahr später vom 30. Mai bis 2. Juni 1991 ein Ausflug in dessen tschechische Heimat (Hat) mit einem Tischtennis-Freundschaftsspiel gegen den dortigen Verein. Neben Thomas und seiner Frau waren noch Richard („Richie“) Geier und Rudolf Menacher mit von der Partie. Im Jahr 2005 fuhren Stefan Wantscher, Rainer Göbel, Harald Schießer und Thomas Kutschera von der 1. Mannschaft und ich drei Tage lang nach Prag. Zwar stand dort kein Tischtenniswettkampf gegen eine Prager Mannschaft auf dem Programm, dafür aber eindrucksvolle Spaziergänge durch die historische Stadt sowie über die Karlsbrücke hinauf zur Burg und wieder zurück.


Bild 14: Froh und gut gelaunt in Ungarn. Auf der Treppe von links Kurt Woywod und Rudolf Menacher, davor Karoline Berchtold (sitzend) und Eleonore Gabriel. Foto von Franz Galler.

 

Ausflug nach Krumau und Budweis

Bild 15: Auch in neuerer Zeit finden hin und wieder Ausflüge statt. Hier besuchten wir 2013 unser Nachbarland Tschechien, genauer Krumau und Budweis. Von links Jens Peche, Rainer Göbel, Thomas Kutschera, Dieter Priegl, Michael Saugspier und Thomas Geislinger.

Abschluss eines jeden Jahres ist schon seit mehreren Jahrzehnten traditionsgemäß unsere etwa Mitte Dezember stattfindende Weihnachtsfeier, zu der auch die Freunde und (Ehe-) Partner(innen) unserer Mitglieder eingeladen sind. Von einem besinnlichen Teil zu Beginn des Abends, unter anderem mit einer der Jahreszeit angepassten besinnlichen Ansprache von mir, geht es über in den allgemeinen Teil mit einem gemeinsamen Essen (die Salate dafür bringen wir selbst mit) und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein. Häufig zeigt Harro eine Auswahl seiner schönsten Dias von seinen Urlaubsfahrten. Gerne erinnern wir uns noch an die Musikdarbietungen durch frühere Mitglieder, doch die Tischtennisspieler in unseren Reihen, die ein Instrument gut beherrschen, haben sich extrem stark gelichtet. Und unsere Sangeskünste sind leider auch nicht die besten …

Schlussanmerkung

Die Erstellung dieser Chronik war nicht ganz einfach, weil eine vergleichbare Vorgängerchronik aus früheren Zeiten nicht existiert, weil fast keines der zur Auswertung verfügbaren „historischen“ Fotos eine (gesicherte) Jahreszahl aufweist und weil es nur sehr lückenhafte Aufzeichnungen über die sportlichen und sonstigen Geschehnisse in der Tischtennisabteilung von DJK Lechhausen vor 1983 und wieder nach 1988 zu geben scheint.

Für einige Zeitangaben kann ich mich daher trotz sorgfältigen Nachfragens und Recherchierens nicht ganz verbürgen. Sollte es der eine oder andere Besucher unserer Website, zu denen vielleicht auch frühere Mitglieder unserer Abteilung zählen, genauer wissen oder eine nicht erwähnte, aber wichtige Begebenheit kennen, dann können wir die großen Vorteile des WWW nutzen und den Text jederzeit entsprechend anpassen, ergänzen bzw. korrigieren.

Login für Mitglieder