DJK Augsburg-Lechhausen 1920 e.V.

Abteilung Tischtennis

Einige Spieler der ersten und zweiten Tischtennis-Mannschaft hatten mir im Juni dieses Jahres zu meinem 70. Geburtstag mit einem Gutschein für eine Ballonfahrt mit dem Ballon-Team Ammersee eine große Überraschung und Freude bereitet.

 

 

Diese Ballonfahrt fand nun, relativ kurzfristig vereinbart, am 22. September 2011 bei schönem, herbstlichen Wetter statt. Elf Passagiere versammelten sich zunächst am frühen Nachmittag am gemeinsamen Treffpunkt in Eching am Ammersee, von wo aus es mit zwei Fahrzeugen gemeinsam zum Startplatz bei Erpfting nahe Landsberg ging. Es herrschte an diesem Tag Westwind; da die Fahrt über die oberbayerischen Seen gehen sollte, musste der Startplatz in ausreichender westlicher Entfernung vom Wunschgebiet liegen. Als eine geeignete abgemähte Wiese gefunden war und der Aufstiegsverlauf durch zwei kleine Testballone zur Zufriedenheit des Ballonführers und hauptberuflichen Lufthansa-Piloten Jürgen Fels ausfiel, mussten alle Teilnehmer mithelfen, den großen bunten Heißluftballon auszupacken, der Länge nach auf der Weise auszulegen, ihn beim Füllvorgang festzuhalten und ihn schließlich an den Korb zu befestigen. Dann ging alles sehr schnell: alle elf Gäste mussten zügig in den Korb klettern und schon ging es, um exakt 17.30 Uhr, kaum merkbar, sanft und lautlos nach oben.

Da ich als erster Passagier einstieg, hatte ich meinen Platz unmittelbar neben dem Ballonführer und konnte die Bordgeräte gut beobachten und den Funksprechverkehr mit dem Verfolgungsfahrzeug (dem wiederum meine Frau mit ihrem Auto nachfuhr) mithören. Als wir Landsberg unter uns hatten, war der Ballon schon fast 2.000 m (über dem Meeresspiegel) hoch, wenig später war dann die vorgesehene Maximalhöhe von 3.000 m erreicht. Zwischen Utting und Riederau ging es über den Ammersee. Wir konnten unseren früheren Treffpunkt in Eching von oben auch ohne Fernglas gut ausmachen. Das Ostufer überquerten wir wenig später nördlich der Herrschinger Bucht. Und schon tauchten der Wörthsee, der Pilsensee und der Ort Seefeld mit seinem Schloss seitlich unter uns auf. Schade nur, dass es etwas diesig war und die Seen schon im Schatten lagen. In der Ferne war München und im Osten den Starnberger See zu sehen.

Viel zu früh für alle sank der Ballon zusehends und der Ballonführer informierte seinen Verfolgungsfahrer per Funk vom wahrscheinlichen Aufsetzpunkt. Um 18.45 Uhr war es dann so weit: Zwischen den Gemeinden Frieding und Widdersberg nordöstlich von Andechs setzte der Ballon ebenso sanft auf einer Wiese auf, wie er von Erpfting aus gestartet war. Genau 75 Minuten hatten wir also für eine Strecke von knapp 30 km (Luftlinie !) gebraucht. Für das Verfolgungsfahrzeug mit dem Anhänger und für meine Frau mit ihrem Auto reichte die Zeit dagegen kaum aus, denn der Boden-Assistent des Ballonfahrers musste am Startplatz zuerst noch die beiden Heißluftgebläse auf den Anhänger verstauen und dann innerhalb von rund einer Stunde etwa 100 km weit fahren, teilweise über kurvige Ortsverbindungsstraßen. So dauerte es nach der Landung noch gut fünf Minuten, bis das Verfolgungsfahrzeug auftauchte und die Passagiere aussteigen konnten.

Dank nochmals an alle DJK-Tischtennismitglieder, die mir diese schöne Ballonfahrt schenkten.

 

Recht eng ging es bei elf Passagieren plus Ballonführer (ganz rechts im Bild) zu. Sitzplätze gibt es in Heißluftballonen natürlich ebenso wenig wie eine Bordtoilette. Mein Platz war unmittelbar unter den vier Propangasbrennern, da strahlte bei jedem Zünden die aus dem großen Ballon reflektierte Wärme des Feuerstrahls ganz schön auf meine Schultern.

 

Die Stadt Landsberg aus einer Höhe von fast 2.000 m fotografiert. Etwas rechts der Bildmitte ist das Lechwehr zu sehen, links davon das Freibad und ganz unten am Bildrand der Bahnhof.

 

Kurz nach der Landung des Ballons am Abend. Einige Passagiere sind schon ausgestiegen, die übrigen mussten noch einige Minuten im Korb warten, bis die Luft im Ballon abgekühlt war, da er sonst sofort wieder aufgestiegen wäre.

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